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Taekwondo

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Taekwondo

Warum sollte ich Taekwondo machen?

 

Die hohe Vielseitigkeit des Taekwondo-Trainings und die unterschiedlichsten Disziplinen (Wettkampf, Formen, Selbstverteidigung usw.) führen neben einem ausgewogenem Fitness- und Körpertraining, welches gut für das Herz, den Kreislauf und alle möglichen Koordinationsfunktionen des Körpers ist, zur Ausbildung metaler Kräfte und sozialem Verhalten. Es werden Werte aufgenommen wie Höflichkeit, Aufrichtigkeit, Durchhaltevermögen, Respekt und Disziplin, die den Charakter für ein ganzes Leben stärken.

Taekwondo kann nur als Sport betrieben werden um "fit" zu bleiben, es kann aber auch zur Lebenseinstellung und einem lebenslangen Weg werden. Desweiteren und besonders in unserem Verein legen wir sehr viel Wert auf Selbstverteidigung und besonders für Kinder auf Selbstbehauptung. Man lernt bedrohliche Situationen durch sein eigenes Verhalten zu vermeiden, aber auch wie man sich im Ernstfall effektiv verteidigen kann. Nicht ohne Grund werden mittlerweile in allen Schulen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse angeboten. Im Taekwondo lernt man mit diesen Situationen umzugehen und macht sich das Leben dadurch sicherer und zwangsläufig auch um einiges leichter.

 

 

Wer kann alles Taekwondo betreiben?

 

Im Prinzip kann jeder Mensch Taekwondo betreiben. Ob nun zur Fitness oder um sich verteidigen zu können. Ob es um Erfolge im Wettkampf gehen soll oder man einfach seine Beweglichkeit verbessern möchte. Taekwondo bietet für alle Bedürfnisse das richtige Programm. In unserem Verein sind wir breitensportorientiert, das heißt wir führen alle Disziplinen gleichberechtigt durch um ein solides und ausgewogenes Trainingsprogramm für Körper und Geist zu haben. Dabei spielt es keine Rolle ob man 9 Jahre oder 99 Jahre alt ist oder ob man Frau oder Mann ist. Jeder findet seinen Weg im Taekwondo.

Wer beispielsweise ein angeschlagenes Knie hat oder Probleme mit der Schulter, sollte vor dem Training unbedingt Rücksprache mit seinem Trainer halten. Aber generell, kann jeder sein Training so gestalten, dass auch bei "Verletzungen" der Kreislauf in Schwung gehalten wird.

 

 

Was ist der Unterschied zwischen Taekwondo und anderen Kampfkünsten?

 

Sehr viel Kampfkünste, die in Deutschland angeboten werden, stammen aus China oder Japan. Chinesische Kampfkünste wären z.B. Wing Chun, Kung Fu oder Wushu  oder die weltbekannten Shaolin Kampfkünste. Aus Japan kommen beispielsweise Judo, Aikido, Jiu Jitsu, Karate und viele mehr.

Taekwondo dagegen stammt aus Korea. Andere koreanische Kampfkünste wären Taek-gyeon oder Haidong Gumbo.

Obwohl Taekwondo eine ganzheitliche Kampfkunst für alle Körperteile ist, liegt das Hauptaugenmerk auf den Beinen. Taekwondo zeichnet sich durch dynamische Beintechniken aus, wie sie in keiner anderen Kampfkunst vorkommen. Im Gegensatz zum etwas starr wirkenden Karate, besitzt Taekwondo einen dynamischen Einsatz der Hüfte und nutzt die hohe Flexibilität der Taekwondoin (so nennt man Taekwondo-Betreibende) aus.

Im Kung Fu übt man vorallem seinen Körperschwerpunkt in jeder erdenklichen Position an der richtigen Stelle zu haben, damit man nicht umkippt. Sehr tiefe und etwas ungewöhnliche Stellungen gehören genau so zum Programm, wie die etwas rundlich wirkenden Bewegungsabläufe.

Taekwondo zeichnet sich hier durch den aufrechten Kampf aus, bei dem der Körperschwerpunkt immer an der richtigen Stelle liegt.

Im Vergleich zu ringkampfähnlichen Künsten, wie Judo oder Brazilian Jiu Jitsu, meidet das Taekwondo den umklammernden Nahkampf und versucht die Gegner mit geschickten Beintechniken fern zu halten. Dennoch wird im Taekwondo, und insbesondere in unserer Abteilung vom SSC Karlsruhe e.V., eine Selbstverteidigung gelehrt, die auch Greiftechniken beinhaltet und zudem lehrt, sich aus Klammergriffen und dem Schwitzkasten zu lösen.

Der Grund für die in anderen Vereinen etwas mager ausfallende Selbstverteidigung, ist die Orientierung des Taekwondo als Kampfsport, die in letzter Zeit geschehen ist. Dadurch wurde es möglich, sensationelle Wettkämpfe auszutragen, die bis zu den olympischen Spielen reichen.

 

 

Welche Vorteile bringt mir der SSC Karlsruhe e.V.?

 

Neben einem vielseitigen, breitensportorientierten Taekwondo-Training, welches gleichermaßen die Disziplinen Kampf, Formen, Bruchtest und Selbstverteidigung beinhaltet, beschäftigen wir uns über das normale Taekwondo-Training hinaus mit realistischer Selbstverteidigung. Hier werden Situationen behandelt, die im Alltag vorkommen können. Für Kinder wird der Schwerpunkt etwas mehr auf Selbstbehauptung und Selbstvertrauen gelegt. Es werden Techniken gezeigt, die den böswilligen Angriff eines Menschen gegen einen selbst, aber auch gegen Dritte, abwehren können.

 

Für Mitglieder unserer Abteilung besteht außerdem die Möglichkeit, kostenlos an dem eigentlich mit zusätzlichen Kosten verbundenen Judo-Training im SSC Karlsruhe e.V. teilzunehmen. Parallel zum auf Distanz agierenden Taekwondo, können hier Techniken für den greifenden Nahkampf eintrainiert werden, die besonders gut in unserer Selbstverteidigung zum Einsatz kommen können.

 

Wir sind gut befreundet mit Mitgliedern des PSK in Rüppur, so dass einige Leute auch in diesem Verein trainieren, an Tagen, an denen kein Training im SSC ist.

 

Im Sommer und besonders in den Schulferien, in denen kein Training stattfindet, veranstalten einige Mitglieder freie Trainings im Freien, etwa im Schlossgarten oder auf dem SSC Gelände. Hier können vorallem auch Dinge trainiert werden, die über das Taekwondo-Training hinaus gehen. Wir sind alle begeisterte Kampfkünstler und beschäftigen uns auch mit Dingen wie Waffenkampf oder akrobatischen Elementen.

 

Um dem Training immer neue Impulse zu geben, fahren wir regelmäßig zu Lehrgängen in ganz Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die nicht nur Taekwondo zum Thema haben, sondern die Möglichkeit geben, über den eigenen Tellerrand zu blicken. So wird das ganzheitliche Training noch weiter unterstützt.

 

 

Organisatiorisches

 

Wer ist mein Ansprechpartner?

 

Bei kleinen Anfragen, kannst du unser Kontaktformular benutzen. Wir werden so schnell wie möglich antworten.

Für längere Gespräche empfehlen wir kurz vor oder kurz nach unseren jeweiligen Trainingseinheiten im Sport21-Gebäude (gegenüber Haupteingang Fächerbad, siehe Anfahrt) vorbeizusehen. Dort wird sich einer der Trainer, Kai Pustlauk oder Martin Gabert, gerne um deine Fragen kümmern.

Bei Anmeldungsfragen kannst du außerdem im Büro des SSC Karlsruhe anrufen. Informationen gibts auf der Website des SSC.

 

 

Für was muss ich mich alles anmelden?


Wie du unserer Seite über die Beiträge entnehmen kannst, muss man sich zuerst für die Mitgliedschaft beim SSC Karlsruhe e.V. anmelden. Dadurch kannst du die vielseitigen Sportangebote, die es ohne Sonderbeitrag gibt, nutzen. Für Taekwondo muss zusätzlich ein Sonderbeitrag gezahlt werden. Für die Anmeldung beim SSC muss dieses Formular ausgefüllt werden und für den Sonderbeitrag Taekwondo gibt es dieses Formular. Für weitere Fragen stehen dir das SSC-Büro und die Taekwondo Trainer natürlich zur Verfügung.

Zudem bieten wir jedem, der noch kein SSC-Mitglied ist, aber auch vergünstigt für Mitglieder einen Taekwondo-Kurs an, der 10 Stunden beinhaltet. Hier kannst du dir einen groben Überblick über das Training verschaffen, ohne der Abteilung beizutreten. Für Nicht-Mitglieder kostet der Kurs 45 € für SSC-Mitglieder 15 €.

 

 

Welchen Sport kann ich noch zusätzlich kostenlos im SSC machen?


Hier mal eine Aufzählung:

Basketball, Beckenbodengymnastik, Eltern+Kind, Fußball, Geräteturnen, gesund&fit, Gymnastik, Handball, Herzgruppe, Inline-Hockey, Jazz Gymn./Tanz, Judo, Kindersport, Lauf-Treff, Leichtathletik, Orientalischer Tanz, Reiten, Skigymnastik, Sportabzeichen, Springen, Synchronschwimmen, Tauchen, Tischtennis, Trampolin, Tricking, Triathlon, Unterwasser-Rugby, Volleyball, Wandern

 

 

Muss ich einen Kurs machen?

 

Der Kurs ist optional und nicht zwingend erforderlich.

Wir empfehlen dennoch diesen zu machen um sich unverbindlich ein Bild von unserer Abteilung machen zu können. Der Kurs kostet für Nicht-Mitglieder des SSC 45 €, für Mitglieder 15 € und beinhaltet 10 Trainingseinheiten.

 

 

Training

 

Was ist realistische Selbstverteidigung?

 

Im Grunde eine Selbstverteidigung, die funktioniert.

Durch die Versportlichung des Taekwondo und die Orientierung an den olympischen Spielen, wurde und wird der Teil der Selbstverteidigung in sehr vielen Vereinen vernachlässigt. Klassischerweise ist er aber ein wichtiger Bestandteil des Taekwondo.

Mit effektiven Techniken, die auch einfache Würfe, Hebel und Würger beinhalten, trainieren wir realistische Situationen, die auf der Straße passieren können. Dazu gehören Raumnot, Angriffe durch mehrere Leute, Verteidigung in Bodenlage, beispielsweise bei Vergewaltigungen aber auch wichtige Schritte, die es vor dem Kampf einzuhalten gilt. Dazu gehören ein sicheres Auftreten und vorallem für Kinder das Auffordern der Mitmenschen in Notsituationen. Wir setzen uns mit dem rechtlichen Rahmen der Notwehr und den jeweiligen Überschreitungen auseinander um so ein sicheres System von Verteidigungtechniken und Verteidigungsverhaltensweisen zu erlernen.

 

 

Ist das Training gut für meine Kinder?

 

Absolut ja! In der heutigen Zeit werden Selbstvertrauen, Selbstbeherrschung, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung immer wichtiger. Auf Schulhöfen steigt die Gewalt, wie überall. Mobbing ist keine Seltenheit. Hier sich richtig durchsetzen zu können, ist das A und O. Taekwondo bietet die Möglichkeit einen starken Charakter zu prägen und vermittelt außerdem Werte wie Höflichkeit, Disziplin und Durchhaltevermögen. Wir empfehlen jedoch Taekwondo erst ab einem Alter von etwa 8-10 Jahren.

 

 

Gibt es Trainings-begleitend Kampfkunst-Angebote?

 

Sich neben dem Taekwondo bei uns in anderen Kampfkunst-Bereichen zu entfalten ist gut machbar. Als Taekwondo-Mitglied kannst du ohne weitere Kosten am Judo-Training des SSC teilnehmen. Wenn du dich mehr akrobatisch orientieren möchtest, kannst du einen zusätzlichen Tag im Tricking-Training des SSC verweilen. Einige Mitglieder unserer Abteilung sind ebenfalls in diesen Angeboten. Weitere Mitglieder können nicht genug vom Taekwondo bekommen und trainieren zusätzlich im PSK.

Im Sommer veranstalten wir freie Trainings im Schlossgarten oder auf dem Gelände des SSC. Hier üben wir uns in allen Bereichen, die uns schon immer interessiert haben. Vom waffenlosen zum Waffen-Kampf über akrobatische Elemente bis hin zur komplexesten Selbstverteidigung, wird hier nichts ausgelassen.

Wir besuchen viele Lehrgänge in ganz Deutschland und bringen von dort immer neue Impulse mit ins Training. Diese Lehrgänge finden immer am Wochenende statt und sind teilweise aus anderen Kampfkünsten, wie z.B. Eskrima, Ju Jutsu und Ninjutsu. Das ermöglicht uns ständig über den eigenen Tellerrand zu blicken und ein ganzheitliches Kampfsystem zu garantieren.

 

 

Muss ich die Theorie wie Vokabeln lernen?

 

Nein. Wichtig ist, die jeweiligen Techniken in der Prüfung benennen zu können. Die Begriffe lernt man eigentlich im Laufe des Trainings. Dagegen kann man sich fast nicht wehren. Vor der Prüfung kann man das Theorie-Dokument noch einmal durchgehen. Achtung: ein Träger des weißen Gurtes muss nicht das ganze Dokument beherrschen. Im Prinzip muss man nur die Techniken kennen, die man auch gelernt hat.

 

 

Warum wird das Koreanische überall anders geschrieben?

 

Üblicherweise werden koreanische Schriften in Hangeul geschrieben. Dabei handelt es sich um eine "Buchstabenschrift". Allerdings sieht diese nicht aus wie bei uns, sondern ähnelt im Schriftbild der chinesischen und japanischen Schrift. Die chinesische Schrift ist eine logografische (sie besteht aus Symbolen), die japanische Schrift ist eine Silbenschrift. Bei der koreanischen Schrift handelt es sich weder um das eine noch um das andere. Beim Hangeul werden sich Quadrate gedacht und in diese werden die Silben des Wortes eingefügt.

 

So, das hat mit unserer westlichen Schrift nicht viel zu tun. Allerdings möchten wir diese Schrift auch in gewisser Weise schreiben können und benötigen daher eine Romanisierung, d.h. wir schreiben die Klänge der Wörter in unserer Schrift auf.

Im Koreanischen schreiben wir: 한글, das enspricht der Romanisierung "hangeul".

 

Als dann beispielsweise die DTU in Deutschland noch nicht hinreichend ausgebaut bzw. noch gar nicht gegründet war, wurden die Begriffe (wie Ap Chagi, Dwit Gubi usw.) unter anderen von Buchautoren (hier sei Konstantin Gil genannt) so aufgeschrieben, wie sie verstanden wurden. Erst durch die Zusammenarbeit einiger Organisationen einigte man sich auf eine einheitiche Romanisierung des Hangeul. Diese existiert nun, wird aber noch immer nicht von allen Vereinen umgesetzt. Das ist auch gar kein Problem. Zudem existieren mehrere Bedeutungen für die gleichen Techniken. Also ist es besser, mehrere Bedeutungen zu kennen, als nur für eine "richtige" zu streiten.